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Fakultät für Kulturwissenschaften


Forschungs- und Jahresbericht 2014

Prof. Dr.  Hartmut Winkler
Herr
Prof. Dr.
Hartmut Winkler
Institut für Medienwissenschaften

Raum:E2.357
Telefon:05251-60-3280
E-Mail:winkler@uni-paderborn.de
Homepage:Link

Allgemeine Forschungsschwerpunkte

  • Medien
  • Kulturtheorie
  • Techniktheorie
  • Alltagskultur
  • Semiotik

Forschungsprojekte

  1. Graduiertenkolleg "Automatismen - Kulturtechniken zur Reduzierung von Komplexität" (gefördert durch die DFG, 1. 5. 2008 - 30. 4. 2017),
  2. Monographie: Prozessieren. Die dritte und vernachlässigte Medienfunktion. (erscheint 2014)
  3. DFG-Symposion Medienwissenschaften
  4. Tagungsreihe 'Media Transatlantic'

Kurzbeschreibung der Projekte

1) Graduiertenkolleg "Automatismen - Kulturtechniken zur Reduzierung von Komplexität"

Inhalt:
Automatismen sind definiert als Abläufe, die sich einer bewussten Kontrolle weitgehend ent­ziehen. Es gibt sie auf der Ebene des individuellen und des kollektiven Handelns sowie im Umgang mit Technik. Da sie nicht auf Kreativität, Planung oder Gestaltung sondern auf Wieder­­holung zurückgehen, verbindet sich mit Automatismen die Vorstellung des Mechanischen.

Gleichzeitig funktionieren sie anders als technische Automaten: Es gibt keine Vordefinition, kein ‚Pro­gramm‘. Beispiel sind Prozesse der Habitua­lisierung und der Konventionalisierung; Kon­ven­tio­nen und Gewohnheiten schleifen sich ein; was als Struktur zu beobachten ist, ist im Vollzug selbst ent­stan­den. Und oft ist es die verteilte Aktivität Vieler, die solche Strukturen hervorbringt.

All dies macht Automatismen als ein Entwicklungsmodell interessant. Wo Planung oder Gestal­tung zurücktreten, scheinen in vielen Fällen Automatismen wirksam zu werden. Automatis­men bringen – quasi im Rücken der Beteiligten – neue Strukturen hervor. Dies zu zeigen war das Ziel der ersten Bewil­li­gungs­phase; an einer breiten Palette von Fallbeispielen haben die Dokto­rand/ innen des Kollegs in ihren Projekten Automatismen im Feld der Medi­en, der Informationstechnik und der Kultur untersucht.

Diesen Ansatz will das Kolleg mit verändertem Fokus weiter verfolgen: Eines der Ergebnisse war, dass Automatismen eine Re­du­zie­­rung von Komplexität leisten. Dies verleiht dem Thema zusätzliche Relevanz: Wenn sich die unterschied­lichsten Wis­sen­schaften einig sind, dass Kom­plexi­tät eines der herausragenden Probleme der Gegen­wartsgesellschaften ist, liegt hier eine Chance, kultur-, ge­­sell­schafts- und tech­nik­theoretische Per­spektiven mit sehr konkreten Fragen der Medien­- und Technikentwicklung zu verbin­den. Wie in der ersten Phase ist das Projekt inter­­dis­ziplinär angelegt: Auf Seiten der Betreuer/innen sind Kultur- und Sozi­al­wissen­schaf­­ten, Medien­­­wissen­schaften, Literatur- und Filmwissenschaft sowie die In­for­matik be­tei­ligt; die Promo­ven­d/innen sollen ebenfalls aus diesen Feldern kommen.

Mit den ‚Automatismen‘ hat das Kolleg einen neuen Begriff in die Medien- und Kultur­forschung eingebracht. Dass Automatismen Kulturtechniken sind, die jenseits von Be­wusstsein, Intention oder Planung ihren Ort haben, macht die Besonderheit dieses For­schungs­felds aus.
 

Tätigkeiten:

  • Mit-Initiator, Sprecher / stellv. Sprecher bis 2012, verantwortlich für den Fortsetzungsantrag 2012; Mitorganisation des Intensivseminars, der Ringvorlesung und der Veröffentlichungen des Kollegs;
  • Durchführung zweier Kolloquien mit den KollegiatInnen
  • Tagungen und Sammelbände des Kollegs


Webpage: http://www.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/gk-automatismen/

 

2) Vorbereitung Monographie:

Titel: Prozessieren. Die dritte und vernachlässigte Medienfunktion. (erscheint 2014)

2013 wurde das Manuskript fertiggestellt.

 

3) DFG-Symposion Medienwissenschaften

  • Mitglied des Lenkungsgremiums, Vorbereitung der kommenden Symposien

 4) Tagungsreihe 'Media Transatlantic'
  • Durchführung der Tagung 'Media IV - Traffic', März 2012 in Paderborn

Veröffentlichungen zu den Projekten

zu 1) Graduiertenkolleg Automatismen:
  • Das bürgerliche Subjekt konstituiert sich über die Reflexion.
    In: Bublitz, Hannelore; Kaldrack, Irina; Röhle, Theo; Zeman, Mirna (Hg.): Automatismen ? Selbsttechnologien. München: Fink 2012, S. 245-248.
  • Bildstrecke zum niedergehenden bürgerlichen Individualismus.
    In: Bublitz, Hannelore; Kaldrack, Irina; Röhle, Theo; Zeman, Mirna (Hg.): Automatismen - Selbsttechnologien. München: Fink 2012, S. 237-244.
  • Schemabildung ? eine Maschine zur Umarbeitung von Inhalt in Form.
    In: Conradi, Tobias; Ecker, Gisela; Eke, Norbert; Muhle, Florian (Hg.): Schemabildung und Praktiken. München: Fink 2012, S. 15-35.


zu 2) Monographie: Prozessieren

Aufsätze:

Veröffentlichungen


Vorträge, Tagungen, Kolloquien


Habilitationen


Dissertationen


Weitere Angaben


Sonstiges